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Laufenten 
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Hallo!
Kennt sich jemand mit Laufenten aus?

Ilona


27.03.2008, 17:23
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Wir hatten in den letzten drei Jahren immer wieder Laufenten und haben rausgefunden daß der Fuchs die als Leibspeise gerne hat. Wir hatten die-natürlich wegen der vielen Schnecken die den Kohl und sonst alles mögliche weggefressen haben. Mußten sehen, die Enten können das noch besser und haben den Schnecken alles weggefressen: die Moral von unserer Geschichte könnte lauten. Wer viel frißt wird gefressen.
Auf jeden Fall haben wir eine Menge Spaß mit den laufenden Enten gehabt und fliegen und tauchen konnten unsere auch, sogar hochspringen und Körner aus der Hand fressen...

Schneckenzaun oder Entenzaun das ist hier die Frage?

_________________
R EDEN W EDEN

W ERDEN ERDEN

K OMMMM AUF'N. (PUNKT)


27.03.2008, 20:13
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Registriert: 22.01.2008, 17:05
Beiträge: 59
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... und wie war das mit dem "Entengaga"?
Kann man den Garten noch verwenden, oder ist alles "voll" wenn man Laufenten hat?

Ich leg mich nämlich ganz gern mal in die Wiese bzw. die Kinder kugeln und krabbeln im Garten herum - irgendwie stell ich mir das grauslich vor, wenn alles vollgeschissen ist.

Habt ihr da Erfahrungen?

Liebe Grüße,
Ilona


09.04.2008, 15:29
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Beiträge: 54
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Bei "Heute schon eine Schnecke geküsst" von Eike Braunroth geht es um die gefühlsmäßige Kommunikation mit der umgebenden Natur in aufrichtiger Liebe und tiefen Respekt. Der Auslöser für Disharmonien in der Natur ist der Mensch, und zwar schon vor dem Handeln in seinen Gefühlen, Ansichten, Absichten. Wenn man etwas gegen ein Lebewesen, z.B. eine Schnecke, machen möchte (und sei es nur ein Zaun!!), dann sieht sich das Lebewesen als Ausgleich zur Massenvermehrun gezwungen. Es muss in jedem Fall seine Art erhalten, denn es hat eine hochpersönliche Aufgabe in der Natur und ist UNERSETZBAR. Alles ist bestrebt, eine harmonische Balance wiederherzustellen. Alles dient ja dem Menschen.

Eike Braunroth hat früher auch Schnecken mit Rasierklingen und Bierfallen das Leben schwer (und die Massenvermehrung leicht) gemacht. Dabei hat er sich aber immer sehr schlecht gefühlt und vermutet, dass es noch andere Wege geben muss. Also hat er irgendwann allen Schnecken und sonstigen "Schädlingen" erlaubt, sich bei ihm satt zu fressen und auszuruhen, er bat sie nur, ihm auch ein Bisschen übrig zu lassen. Das Ergebnis war fast sofort sichtbar, denn die "Schädlingsinvasion" hörte auf. Mit seiner auf diesen Erfahrungen gegründeten "Kooperation mit der Natur" wachsen seine Ernteerträge wie verrückt, ohne ein einziges Bisschen "Schädlings"-Bekämpfung. Auch hält sich die Ernte, die in Liebe aufwuchs, ohne Konservierung viel länger. Sie schmeckt auch besser usw. Es sind sogar zwei qualitative Diplomarbeiten geschrieben worden, in denen Landwirte (!) dieses Prinzip ausprobieren. Also Leute, die Schlachtvieh halten, fangen plötzlich an, Mitgefühl für die Ferkel zu zeigen, polstern die Buchten extra weich und frisch aus und überlegen, wie sie ihrem Vieh Erleichterung verschaffen können. So kann inmitten von rationalisierten "Produktions"abläufen ein Neuanfang aussehen!

Das ist nur einiges, woran ich mich aus dem Buch erinnere, ich habe es allerdings nicht vollständig gelesen. Es ist mehrmaliges Lesen wert, denn der Autor komprimiert seinen enormen Wissens- und Erfahrungsschatz auf sehr gehaltvolle, einfache Sätze mit tiefem Sinn. Eine Grundbedingung muss jedoch erfüllt sein, damit die "Schädlinge" aufhören, sich zu vermehren: Die Einladung in den eigenen Garten muss absolut aufrichtig sein, denn die Tiere spüren das Gefühl. Wenn es nicht klappt, liegt der Fehler beim Menschen - und zwar bei allen Menschen, die auf dem Grundstück leben, da ein Gesamtgefühlskomplex entsteht. Dieser kann begütigend und freundlich, oder aber gefährlich und angsterregend sein.

Ich hoffe, die obigen Infos reichen zum Ausprobieren! Ansonsten ist das Buch wirklich sehr zu empfehlen!
:D


09.04.2008, 18:26
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... das Buch habe ich auch schon zu Hause, allerdings noch nicht gelesen (nur begonnen bisher)...
Ich habe den Schnecken noch nichts getan, sie sind hier, fressen alles auf und lassen eigentlich nichts übrig. Zumindest keinen Salat und keine Karotten. Ich habe es bisher so gemacht, daß ich halt Erbsen und Bohnen angebaut habe, die mögen sie nicht. Die Kartoffel haben die Kartoffelkäfer ganz (!) aufgefressen. Zuchini gehen auch - die essen sie erst, wenn sie größer sind, die kleinen kann man noch selber ernten.

Ich bin allerdings noch kein Profi-Gärtner, probier das erst seit 2 Jahren - mit mehr oder weniger viel Erfolg bisher. Aber jedes Jahr geht´s ein bißchen besser. Blöd ist nur, daß, wenn man einen Fehler bemerkt hat, man ein ganzes Jahr warten muß, bis der Korrekturversuch starten kann...

Liebe Grüße,
Ilona


10.04.2008, 18:09
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Liebe Ilona,

Geduld gehört zum Lernprozess auf dem Weg zum Profigärtner dazu. Es stimmt, auch bei dauert alles immer recht lange: Fehler, Erkenntnis, Neubeginn. Die Chance dabei ist, dass man Dinge lernt, die in keinem Buch stehen, die für einem persönlich gedacht sind. Dass die Schnecken sich nur so stark vermehren, wenn man sie bekämpft, war vielleicht eine für Eike Braunroth zugeschnittene Erfahrung, und vielleicht auch für einige andere. Vielleicht will Dich Dein Garten etwas persönliches für Dich lehren. Da kommen dann Internetratschläge schon an ihre Grenzen. Wenn mich jemand um einen gärtnerischen Rat fragt, begebe ich mich, wenn möglich direkt an den Platz und erfühle oft, was dahinter steckt. Manchmal erfühle ich aber auch nur die Information, die gerade für den Gartenbesitzer wichtig ist. Seinen weiteren Weg mit den schwierigen Bewohnern oder den kränkelnden Pflanzen findet er dann oft selbst.
Eines habe ich aber selbst gelernt, an den Mücken: Nicht die Mücken wollen mich von einem Platz gerade vertreiben. Oft kam mir das so vor, dass ich eine Arbeit unterbrechen sollte, weil dann gerade ein Besucher kam o. ä. Gott selbst redet durch die Mücken oder andere Tiere zu mir, weil er in allem drin ist.
Prüfe doch mal, ob Gott über die Schnecken und Kartoffelkäfer ein Gespräch mit Dir sucht, aber lass ihm Zeit dazu. Und nimm Dir viel und immer wieder Zeit zum Zuhören.
Ich glaube aber schon, dass es bei Dir um Gleichgewicht im Garten geht. Wenn Schnecken und Käfer viel abfressen, scheint der Garen sehr produktiv zu sein. Vermutlich wächst auch das Unkraut stark? Suche doch mal, wo ein Gleichgewicht hergestellt werden müsste, damit afür alle Bewohner genug zum Ernten bleibt.

Viel Erfolg dabei wünscht Dir Kraeutergnom

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11.04.2008, 10:59
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Danke, Kraeutergnom!

Ich denke vielleicht ist es auch noch eine Gegenreaktion - die Vorbesitzerin hat Schneckenkorn verwendet, wir haben es im Keller gefunden. Es dauert wahrscheinlich ein bißchen, bis sich alles einpendelt. Und gegen die Kartoffelkäfer hilft Steinmehl, habe ich gehört. Der Garten war, glaub ich, gut gedüngt - wir haben bisher aber noch nichts aufgetragen, auch noch keinen Kompost. Wir haben aber auch nicht so wahnsinnig viel Zeit für den Garten, weil mein Mann sehr viel arbeitet und ich 2 kleine Kinder habe - es geht immer nur so ein bißchen, wie´s die Kinder gerade zulassen - wie sie Geduld haben.

Das mit den Karotten ist mir noch unklar - wie das geht. Ich möchte es heuer nochmals probieren, aber die letzten 2 Jahre gab´s keine einzige Karotte...

An was für eine Art von Ausgleich hast Du gedacht (z.Bsp)?

Liebe Grüße,
Ilona


11.04.2008, 14:45
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Liebe Ilona,

momentan weiß ich keinen bestimmten Ausgleich. Mir kommt aber gerade der Gedanke, dass ich in meinem Garten von Anfang an mit Mischkulturen arbeite. Also die Pflanz- und Saatabstände wähle ich großzügig und pflanze und säe immer etwas in die Lücken rein. Oft pflanze ich auch gleich mehrere Arten auf einem Beet. Säen tue ich sowieso nur noch in Mischung. Dabei dürfen sich dann auch alle Tiere auf den Beeten gütlich tun. Aber sie erwischen meist nur ein paar Pflanzen, weil dann wieder andere kommen. Kartoffelkäfer sind auf diese Weise auch bei mir, aber sie vermehren sich nicht so sehr. Auf diese Weise bleibt für mich genügend zum Ernten übrig.

LG Kraeutergnom

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12.04.2008, 09:58
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Danke Kraeutergnom!
...jetzt kommt ja ein neuer Anlauf ... mal sehen, wie es heuer wird!

Liebe Grüße,
Ilona


14.04.2008, 06:28
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in einem Gelichgewichtigen Ökosystem herscht vollkommenheit. Ab einer grösse von 1 Ha bereits sehr optimal!! aber kleiner gehts auch


25.04.2008, 09:06
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